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remus Web-Dok. 2/2002


Auszug aus der Promotionsordnung der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes für die Promotion zur Doktorin/zum Doktor des Rechts vom 20. Juni 2001 (veröffentlicht im Dienstblatt der Hochschulen des Saarlandes 2001 vom 1. Oktober 2001, Nr. 34, S. 572)


[...]

§ 16. Vervielfältigung der Dissertation.


(1) Ist die Bewerberin/der Bewerber zu promovieren, so muss sie/er der Fakultät einhundert Pflichtexemplare kostenfrei abliefern. Die Pflichtexemplare sind in einem von der Fakultät genehmigten Vervielfältigungsverfahren herzustellen. Der Promotionsausschuss kann in Ausnahmefällen, insbesondere bei unzumutbar hohen Kosten für die Verfasserin/den Verfasser, die Zahl der abzuliefernden Pflichtexemplare verringern.

(2) Abweichungen der vervielfältigten Fassung von der angenommenen Fassung einschließlich der zur Erfüllung einer Auflage (§ 8 Abs. 4 Satz 2) erforderlichen Änderungen oder Ergänzungen bedürfen der Zustimmung der/des Vorsitzenden des Promotionsausschusses und der Berichterstatterinnen/Berichterstatter oder der Genehmigung des Promotionsausschusses.

(3) Bei der Vervielfältigung ist die Dissertation auf dem Titelblatt als "Dissertation zur Erlangung des Grades einer Doktorin/eines Doktors des Rechts der Rechts- und Wirtschaftwissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes" zu bezeichnen. Auf der Rückseite des Titelblatts sind der Tag der Disputation sowie der Name der Dekanin/des Dekans, die/der zu dieser Zeit amtierten, und die Namen der Berichterstatterinnen/Berichterstatter anzugeben.

(4) Soll die Dissertation in einer wissenschaftlichen Schriftenreihe oder Zeitschrift oder als selbständige Schrift veröffentlicht werden, so kann die Zahl der abzuliefernden Exemplare durch Beschluss der/des Vorsitzenden des Promotionsausschusses herabgesetzt werden. Das gleiche gilt, wenn die Bewerberin/der Bewerber eine Abhandlung der Dissertation vorgelegt hat, die sie/er vor Stellung des Zulassungsantrags veröffentlicht hatte.

(5) Werden die Pflichtexemplare nicht innerhalb eines Jahres nach der Disputation eingereicht, so erlöschen alle durch die Promotionsleistung erworbenen Rechte. Die/der Vorsitzende des Disputationsausschusses kann auf Antrag die Frist verlängern.

(6) Die Verpflichtung nach Absatz 1 Satz 1 kann auch dadurch erfüllt werden, dass die Bewerberin/der Bewerber sechs Exemplare der Dissertation in kopierfähiger Maschinenschrift auf alterungsbeständigem, holz- und säurefreiem Papier ausgedruckt und dauerhaft haltbar gebunden sowie eine elektronische Version abliefert, deren Datenformat und Datenträger mit der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek abgestimmt sind. Die Bewerberin/der Bewerber hat schriftlich zu versichern, dass die elektronische Version mit der abgedruckten inhaltlich übereinstimmt. Die Bewerberin/der Bewerber muss der Universität des Saarlandes, der Deutschen Bibliothek (DDB) und dem Träger der Sondersammelgebietsbibliothek der Deutschen Forschungsgemeinschaft unentgeltlich ein einfaches Nutzungsrecht einräumen, die elektronische Version in Datennetzen im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben zu vervielfältigen und öffentlich wiederzugeben. Die Bewerberin/der Bewerber hat zugleich eine Zusammenfassung der Dissertation in deutscher, in französischer und in englischer Sprache zur Verfügung zu stellen und insoweit den in Satz 3 genannten Einrichtungen die zur Veröffentlichung in Datennetzen erforderlichen einfachen Nutzungsrechte einzuräumen. Die Einräumung von Nutzungsrechten gemäß den Sätzen 3 und 4 ist nachzuweisen.

(7) Die Vollziehung der Promotion setzt die Ablieferung der Pflichtexemplare voraus. Im Falle des Absatz 4 Satz 1 kann durch Beschluss des Promotionsausschusses Befreiung von diesem Erfordernis gewährt werden, wenn sichergestellt ist, dass die Arbeit in angemessener Frist veröffentlicht wird. Absatz 5 gilt sinngemäß.

[...]


§ 19. Promotion in gemeinsamer Betreuung mit einer ausländischen Fakultät.

(...)

(11) Für die Vervielfältigung der Dissertation und die Zahl der Pflichtexemplare gilt das Recht der Fakultät, an der die mündliche Promotionsleistung erbracht worden ist. Sind nach dem an der beteiligten ausländischen Fakultät geltenden Recht weniger als sechzig Pflichtexemplare kostenfrei abzuliefern, soll der Promotionsausschuss die Zahl der nach § 16 Abs. 1 Satz 1 abzuliefernden Pflichtexemplare entsprechend verringern.

[...]


§ 21. Inkrafttreten, Übergangsregelung.

(1) Diese Ordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung im Dienstblatt der Hochschulen des Saarlandes in Kraft. Zugleich tritt die Promotionsordnung der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes für die Promotion zum Doktor des Rechts i.d.F.d. Bek. vom 14. März 1997 (Dienstbl. S. 17) außer Kraft.

(2) Bereits eröffnete Promotionsverfahren werden, wenn der Termin der Disputation noch nicht bestimmt ist, nach dieser Ordnung fortgeführt; § 3 Abs. 2 findet keine Anwendung. Ist der Termin der Disputation bereits bestimmt, so wird ein Promotionsverfahren weiterhin nach der Promotionsordnung der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes für die Promotion zum Doktor des Rechts i.d.F.d. Bek. vom 14. März 1997 (Dienstbl. S. 17) durchgeführt.


Saarbrücken, 18. September 2001


Die Universitätspräsidentin
Univ.-Prof. Dr. Margret Wintermantel


Letzte Aktualisierung

13.01.2002

URL

http://remus.jura.uni-sb.de/web-dok/20020002.html