remus-Newsletter 11/2001 vom 03.11.2001

   Datum : 2001-11-12
   Von   : MarkusJunker
Date: Sat, 3 Nov 2001 18:13:36 +0100
From: Marc Luuk <m.luuk@mx.uni-saarland.de>
To: remus@jurix.jura.uni-sb.de
Subject: REMUS:remus-Newsletter 11/2001 vom 03.11.2001
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remus-Newsletter 11/2001 vom 03.11.2001

Inhalt:

(1) Ergänzung des remus-Bücherregals
(2) Neues remus Web-Dokument
(3) remus aktuell

 
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(1) Ergänzung des remus-Bücherregals:

Das remus-Bücherregal wurde um eine Liste mit
(a) Literatur zum Hochschulrecht (URL:
< http://remus.jura.uni-sb.de/bibliothek/regal/hochschulrecht.html> ) und
(b) Literatur zum Internet-Recht (URL:
< http://remus.jura.uni-sb.de/bibliothek/regal/internetrecht.html> )
ergänzt.

 
Die Literaturliste zu Urheberrecht und Internet (URL:
< http://remus.jura.uni-sb.de/bibliothek/regal/index.html> ) wurde um neue
Literaturempfehlungen erweitert.

===

(2) Neues remus Web-Dokument:

Beitrag zum Telelernen von Prof. Arnold Vahrenwald, remus Web-Dok. 19/2001
< http://remus.jura.uni-sb.de/web-dok/telelernen.pdf [online seit:
26.10.2001]

===

(3) remus-aktuell:

(a) Virtuelle Universität mit Sitz in Schwerin ist auf den Weg gebracht
(b) Bildungsportal initi@tive D21
(c) Deutsche Post SignTrust und Microsoft kooperieren bei Windows XP
(d) Schwaches Zeugnis für Online-Weiterbildung
(e) Universitätsübergreifendes Projekt zur kooperativen Nutzung neuer Medien
in der politikwissenschaftlichen Lehre

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(a) Virtuelle Universität mit Sitz in Schwerin ist auf den Weg gebracht

Die erste virtuelle Universität Deutschlands soll innerhalb der nächsten 18
Monate ihren Lehrbetrieb aufnehmen. Darauf einigten sich auf einem
internationalen Kongress in Schwerin am Wochenende des 27./28.10.2001 rund
80 potentielle Professoren, Investoren und Wirtschaftsvertreter aus dem
gesamten Bundesgebiet. Nach Angaben des Ideengebers Alfons Rissberger
< http://www.rissberger.de> soll die privat gestaltete Virtuelle Universität
Schwerin (VirtUS) als Eliteuniversität Studierende innerhalb kürzester Zeit
zu Führungskräften ausbilden. Zunächst will man mit den Fachrichtungen
Informatik, Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre beginnen und
einen Aufbaustudiengang in angewandtem E-Buisness und IT-Management
anbieten. Studenten und Professoren sollen während des Studiums fast
ausschließlich über das Internet miteinander kommunizieren.
Die auf dem Kongress in Schwerin gebildete Projektgruppe will in den
nächsten Wochen in Verhandlungen mit Politikern, potentiellen Lehrkräften
sowie potentiellen Geldgebern mit der Umsetzung des Projekts beginnen.
Neben dem Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommerns hat auch die
Bundesinitiative "D21" zur verstärkten Computer- und Internetunterstützung
< http://www.initiatived21.de> bereits eine Unterstützung der VirtUS
zugesagt.
Ein erster Konzeptentwurf für die Errichtung von VirtUS - Virtuelle
Universität Schwerin - befindet sich unter der URL:
< http://www.rissberger.de/pages/uni-projekt.html>

[02.11.2001]

(b) Bildungsportal initi@tive D21

Unter der URL:
< http://www.initiatived21.de/home.php3?nav=lehrer/bildungsportal&teaser=lehr
er&text=projekte/bildungsportal/bportal.html> wird in den nächsten Monaten
ein Bildungsportal entstehen, das die verschiedenen Aktivitäten im
Bildungssponsoring und Angebote an Schüler und Lehrer zusammenfasst.

Auszugsweise zur näheren Information über initi@tive D2:

"Initiative D21 ist eine Initiative der deutschen Wirtschaft mit der
Zielsetzung, den Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft in
Deutschland zu beschleunigen. Dadurch soll der aktuelle Rückstand
Deutschlands im Vergleich zu anderen Ländern aufgeholt und die Chancen der
Informationsgesellschaft bezüglich Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und
Beschäftigung besser genutzt werden ...

Initiative D21 möchte einen Beitrag leisten, dass Deutschland im
internationalen Wettbewerb einen Spitzenplatz in der Anwendung und
Produktion von Informationstechnologie einnimmt ...

 
Der Wandel zur Informationsgesellschaft soll durch folgende Einzelziele
gestaltet werden:
 
*	Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft entwickeln
optimale Rahmenbedingungen für den Wandel ins Informationszeitalter
* Der Staat und seine Einrichtungen sind Vorbild bei der Nutzung
moderner Technologien
* Bildung und Qualifikation sind Grundlagen für Leben, Arbeiten und
die Wertschöpfung in der Informationsgesellschaft
* Staat und Wirtschaft fördern die Akzeptanz von Technik und den neuen
Informations- und Kommunikations-Technologien ..."
*
Eine vollständige Beschreibung von initi@tive D21 befindet sich unter der
URL:
< http://www.initiatived21.de/home.php3?nav=profil/ueber&teaser=profil&text=p
rofil/ueber/ueber.html>

[02.11.2001]

(c) Deutsche Post SignTrust und Microsoft kooperieren bei Windows XP

Die Tochter der Deutschen Post - Deutsch Post SignTrust GmbH - kooperiert
zum Start des neuen Betriebssystems Windows XP mit Microsoft. Die
Verschlüsselung und Authentisierung wurde in das Betriebssystem integriert,
kann aber nur durch eine Signaturkarte und ein Chipkartenlesegerät nutzbar
gemacht werden.

Die Funktion "Singel Sign On" ermöglicht es dem Anwender, der beispielsweise
innerhalb eines Firmennetzwerkes tätig ist, sich durch Einstecken seiner
Chipkarte und Eingabe seines persönlichen PIN-Codes schon beim Hochfahren
des Computers zu identifizieren und für alle relevanten Nutzungen
freigeschaltet zu sein.
Ebenso ermöglicht wird die Verschlüsselung von E-Mails mit Hilfe von
Chipkarte und PIN-Code in Microsoft-Outlook. Mit der Codierung der Mails
über SignTrust sind diese nur vom berechtigten Empfänger zu entschlüsseln.
Externe User eines Netzwerkes können beispielsweise über eine abgesicherte
Verbindung (Virtual Private Network) ihre elektronische Post sicher aus
ihrem Postfach abholen.
Darüber hinaus lassen sich mit Hilfe der SignTrust Chipkarte Dateien und
Verzeichnisse verschlüsseln und signieren. Ebenso lassen sich künftig
PIN/TAN-Verfahren und das Absichern von Webbereichen für autorisierte
Benutzergruppen ohne komplizierte Rechteverwaltung ersetzen. Einsetzen lässt
sich das Chipkartensystem direkt über den Browser beim Signieren von
XML-Formaten oder rechtsverbindlichen E-Mails im Rahmen des elektronischen
Geschäftsverkehrs (e-commerce).

[Quelle: < http://de.internet.com/artikel/index.jsp?2009709>]

[02.11.2001]

(d) Schwaches Zeugnis für Online-Weiterbildung

"Zu wenig Betreuung und zu wenig Interaktion" ist das Ergebnis der kürzlich
von der STIFTUNG WARENTEST < http://www.warentest.de> getesteten 14
Onlinekursen.

Eine genaue Zusammenfassung des Tests kann unter der URL:
< http://www.warentest.de/pls/sw/SW.Main?p_KNR=0&p_E1=1&p_E3=0&p_E4=30&p_id=2
2233> abgerufen werden.

Vorab das Fazit von STIFTUNG WARENTEST:
"Alles in allem werden interaktive Elemente noch zu wenig genutzt."
"Was den vielen durchschnittlichen Onlinekursen fehlt, ist Konstanz."
"Der Austausch zwischen den Teilnehmern wird nicht gefördert. Auch mit der
Anwendung des neuen Wissens bleibt der Teilnehmer allein."
"Wer am Bildschirm büffelt, braucht Motivation, persönliche Unterstützung
und regelmäßige Kontrolle. Das Internet bietet alle Möglichkeiten dafür:
Chats und Rollenspiele, interaktive Fragebögen und E-Mail-Tutoring,
Diskussionsgruppen und virtuelle Lernräume, die Spaß machen und animieren."

 
STIFTUNG WARENTEST bietet für Interessierte eine Marktübersicht
< http://www.warentest.de/pls/sw/sw.main?p_KNr=5001211216367320011026115919&p
_E0=9010&p_E1=0&p_E2=0&p_E3=40&p_E4=0&p_info=p_dateiname:adr_bildung_el.html> der Anbieter von Online-Kursen an. Kategorisiert werden die Anbieter
tabellarisch nach Kursangebot, vorhandenem Lernmaterial sowie nach
Kommunikationsmöglichkeiten mit Tutoren und weiteren Teilnehmern. Zusätzlich
wird ein Leitfaden < http://www.warentest.de/dl_dokumente/d_414_955.pdf> im
pdf-Format zur Suche nach dem richtigen Anbieter angeboten.

[02.11.2001]

(e) Universitätsübergreifendes Projekt zur kooperativen Nutzung neuer Medien
in der politikwissenschaftlichen Lehre

Unter der URL: < http://www.politikon.org/> befindet sich seit September
diesen Jahres ein universitätsübergreifendes Projekt zur kooperativen
Nutzung neuer Medien in der politikwissenschaftlichen Lehre, das in
Zusammenarbeit mit dem Fachverband der Politikwissenschaft DVPW unter der
Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Leidhold betrieben wird und vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Auszug aus der Projektbeschreibung von PolitikON (Die Beschreibung ist
vollständig abrufbar unter: < http://www.politikon.org/projekt.html>)

"PolitikON ist ein durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung
gefördertes Projekt zur Nutzung der Neuen Medien in der Hochschullehre. Es
ist unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Leidhold am Seminar für
Politikwissenschaft der Universität zu Köln entstanden und wird von dort aus
in Zusammenarbeit mit dem Fachverband der Politikwissenschaft (DVPW)
koordiniert.... PolitikON ist ein kooperatives Projekt, mit dem durch die
Nutzung des Internets und anderer neuer Medien eine Vernetzung der Fachwelt
sowie eine Verbesserung der Qualität des Studiums erzielt werden soll....

Ziel ist eine kooperative und fachübergreifende Entwicklung und Nutzung des
Internets und anderer neuer Medien in der Politikwissenschaft. Primär soll
eine Verbesserung der Qualität des grundständigen Studiums erreicht werden.
PolitikON entwickelt eine arbeitsteilige und alle Teildisziplinen des Faches
umgreifende Struktur für die Produktion von Inhalten. Hierbei werden als
Hauptziele angestrebt:

- Konzentration auf den Einsatz der neuen Medien in der Lehre mit dem Ziel,
eine spezifische Qualitätsverbesserung zu erreichen....
- Auswahl eines Moduls, dass für die individuelle wissenschaftliche
Profiliereung und für verschiedene inhaltliche wie didaktische Vorstellungen
offen ist...
- Hohen Flexibilität und Preisgünstigkeit bei der verwendeten technischen
und organisatorischen Infrastruktur. Als Referenzmodell soll das
VIRTUS-Projekt an der Universität zu Köln dienen, in dem auch ein geeignete
Software (ILIAS) entwickelt wurde...
- Verstetigung und Nachhaltigkeit der Projektergebnisse wird durch geeignete
Institutionalisierung bei den Konsortialpartnern..."

Interessant erscheint die Orientierug des Projekts an der open-source Idee
sowohl für die eingesetzte Software als auch bei den Vereinbarungen unter
den Projektpartnern. Dazu heißt es: "...Analog zum open source-Gedanken
vereinbaren die Projektpartner untereinander die Nutzung der o.g. Bausteine
und Lerneinheiten als open content..."

[30.10.2001]

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Mit freundlichen Grüßen
Ihre remus-Redaktion
Barbara Fröhlich
E-Mail: b.froehlich@mx.uni-saarland.de
< mailto:b.froehlich@mx.uni-saarland.de>
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Verantwortlich: Prof. Dr. Maximilian Herberger, Universitaet des
Saarlandes,
Lehrstuhl fuer Buergerliches Recht, Rechtstheorie und
Rechtsinformatik
Im Stadtwald, D-66123 Saarbruecken
Tel.: ++49 (0)681 302-3105
Fax: ++49 (0)681 302-4469
E-Mail: remus-redaktion@jurix.jura.uni-sb.de
< mailto:remus-redaktion@jurix.jura.uni-sb.de>
Weitere Informationen: < http://remus.jura.uni-sb.de/>
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